Trotz Schlechtwetter: Für den Frieden auf der Straße
Trotz Schietwetter: Für den Frieden auf der Straße
Starker Auftritt des BSW Berlin bei der Friedensdemonstration vor dem Russischen Haus
Regen, Regen und noch mehr Regen – und trotzdem füllte sich am 4. September der Straßenabschnitt vor dem Russischen Haus in Berlin mit Menschen. Zahlreiche Mitglieder und Unterstützer des BSW Berlin und viele Besucher waren vor Ort und setzten gemeinsam ein deutliches Zeichen für Frieden und gegen die fortschreitende Eskalation.
Schon zu Beginn war der gesamte Straßenbereich vor dem Russischen Haus einschließlich der Gehwege gut gefüllt. Angesichts des anhaltenden Regens war die große Beteiligung besonders bemerkenswert. Viele Menschen ließen sich von dem schlechten Wetter nicht davon abhalten, für ihre Überzeugung auf die Straße zu gehen.
Auffällig war die vielfältige Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch zahlreiche Menschen russischer Herkunft waren dabei. BSW- und Friedensfahnen prägten das Bild der Kundgebung und machten deutlich, worum es ging: Frieden statt weiterer Eskalation, Diplomatie statt immer neuer Waffenlieferungen und Verhandlungen statt einer Politik, die den Krieg immer weiter verlängert.
Klare Worte und unterschiedliche Perspektiven
Das Rednerprogramm bot eine überzeugende Mischung verschiedener Stimmen. Von temperamentvollen und kämpferischen Beiträgen bis hin zu nachdenklichen und eindringlichen Reden reichte das Spektrum.
Sevim Dağdelen und Josephine Thyret setzten mit ihren engagierten Beiträgen klare politische Akzente. Die Vertreterin des Theaters Ost brachte eine andere, ruhigere Perspektive ein und regte zum Nachdenken an. Auch der Redner aus Friedrichshain überzeugte mit seinem Beitrag.
So unterschiedlich die Rednerinnen und Redner ihre Schwerpunkte setzten, in einem Punkt bestand Einigkeit: Frieden darf nicht zu einem Lippenbekenntnis werden.
Das Publikum nahm die Beiträge aufmerksam auf und ging sichtbar mit. Die Zustimmung und die Reaktionen zeigten, dass die Forderung nach einer politischen Lösung und nach einer Rückkehr zu Diplomatie und Verhandlungen keineswegs nur von einer kleinen Minderheit getragen wird.
Frieden braucht eine politische Alternative
Für das BSW ist klar: Eine verantwortungsvolle Politik darf sich nicht damit begnügen, immer neue militärische Maßnahmen zu beschließen und gleichzeitig auf eine diplomatische Lösung zu hoffen.
Wer Frieden will, muss den Mut haben, über Frieden zu sprechen.
Dazu gehören Verhandlungen, Diplomatie und die Bereitschaft, auch schwierige Gesprächskanäle offenzuhalten. Gerade in Zeiten großer internationaler Spannungen braucht es politische Kräfte, die nicht jede weitere Eskalationsstufe mittragen, sondern auf Vernunft und friedliche Lösungen setzen.
Das BSW steht für eine solche Politik.
Der Regen blieb – die Menschen auch
Die größte Herausforderung an diesem Tag war zweifellos das Wetter. Der Regen wurde gegen Ende der Veranstaltung immer stärker. Doch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer blieben und hörten die Redebeiträge bis zum Schluss.
Und dann fast schon symbolträchtig: Pünktlich mit dem Ende der Veranstaltung hörte der Regen auf.
Für das BSW Berlin war es eine gelungene und wichtige Friedensdemonstration. Die große Beteiligung trotz des schlechten Wetters hat gezeigt: Der Wunsch nach Frieden ist lebendig. Viele Menschen wollen keine weitere Eskalation, sondern eine Politik, die endlich wieder alles daransetzt, Kriege zu beenden und Frieden möglich zu machen.
Frieden ist keine Naivität. Frieden ist eine politische Aufgabe. Und für diese Aufgabe lohnt es sich, auf die Straße zu gehen – auch bei Schietwetter.
BSW Berlin – für Frieden, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Vernunft und Meinungsfreiheit.
Videoquelle: Times Now World (YouTube)
Fotos: Bernhard Kuhlmann
Beitrag: Andrea Trautmann