Wirtschaft
Aufschwung und nachhaltige Entwicklung in Pankow
Der Wirtschaftsstandort Berlin-Pankow ist von einer heterogenen Gewerbestruktur geprägt, mit starken Schwerpunkten in der Biotechnologie und Gesundheitswirtschaft (Buch), der Informationstechnik und Medienwirtschaft (Prenzlauer Berg) sowie dem Schienenfahrzeugbau (Wilhelmsruh). Zudem sind Handwerk und Kleinbetriebe im gesamten Bezirk stark vertreten. Pankow hat berlinweit den höchsten Anteil an kleinen, traditionellen Handwerksbetrieben. Die Wirtschaft wächst dynamisch. Die Anzahl der Betriebe ist in den vergangenen 12 Jahren um 50 % gestiegen, das Umsatzsteueraufkommen um 80 %. Die Wirtschaft steht aber auch vor Herausforderungen wie der Flächenkonkurrenz durch Wohnbebauung.
Wir setzen folgende Schwerpunkte:
- Kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe von bürokratischen Auflagen entlasten, bspw. durch einen automatischen Datenaustausch zwischen Notariat, Finanzamt und Gewerbeamt, Vereinfachung der Pflichtbilanzierung und des Gewinnausweises.
- Investitionen in die Infrastruktur (Bau und Modernisierung von Brücken und Straßen) und Krankenhäuser (Modernisierung und Eröffnung neuer Stationen) müssen ausschließlich zivilen Interessen dienen.
- Wir lehnen Investitionen jeglicher Art für militärische Zwecke kategorisch ab. Wir verweigern unsere Zustimmung zur Umstrukturierung von Produktionskapazitäten in Pankow, die bisher der Erfüllung ziviler Aufgaben dienen, in Produktionsstätten für militärische Zwecke.
- Senkung der Strompreise für alle Unternehmen und für die Bürger durch den Bezug von preiswerten Energieträgern (bspw. russisches Gas). Wir setzen uns für die Förderung von Geothermie mit dem Ziel ein, den konsequenten Ausbau der fossilfreien Energieversorgung – beginnend in Neubauprojekten – voranzutreiben.
- Förderung von Start-ups mit Mitteln der öffentlichen Hand: Wir brauchen mehr innovative, umweltschonende Produktlösungen. Es geht nicht um den schnellen Ertrag, sondern um innovative Lösungen, die Deutschland wieder zu einem Weltmarktführer für technologische Neuerungen machen.
- Bei öffentlichen Aufträgen (z. B. Schulessen, Bau, Pflege) fordern wir bei gleicher Leistung bevorzugt lokale Anbietern zu berücksichtigen. Damit wollen wir den Erhalt von Arbeitsplätzen sichern und die ansässigen kleinen und mittleren Unternehmen stärken.
- Der Senat und die Bezirksverwaltung sollten mit einem Ausbildungsfonds die Ausbildung von jungen Menschen im Bezirk in kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen. Damit wollen wir zum Erhalt der Handwerksbetriebe, des Einzelhandels und weiterer Gewerbetreibender im Bezirk beitragen.
- Pankow braucht eine zukunftsfähige Bauwirtschaft – ökologisch, lokal und sozial. Wir setzen uns dafür ein, dass im Bezirk gezielt Werke zur Herstellung regenerierbarer Baustoffe gefördert werden: durch Flächenbereitstellung, Investitionsanreize und bevorzugte Vergabe bei öffentlichen Bauprojekten. So schaffen wir Arbeitsplätze, stärken regionale Wertschöpfung und bauen klimafreundlich – statt weiter auf Beton und Ressourcenverschwendung zu setzen.
- In Pankow sind Windkraftanlagen am Standort Malchow, Französisch Buchholz sowie in Buch in Betrieb. Die ersten Windräder wurden 2008 in Dienst genommen. Geplant sind neue Anlagen u. a. in Buchholz Nord und Blankenfelde. Wir setzen uns für das Repowering alter Windkraftanlagen ein. Das bedeutet den Austausch älterer Windenergieanlagen durch neuere, leistungsfähigere Modelle. Das bringt mehr grünen Strom und verbesserte Effizienz am vorhandenen Standort. Die neu geplanten Flächen können mindestens in Teilen geschont werden.
- In Pankow trifft traditionelle Kunst auf moderne Ausdrucksformen. Von Galerien über Freilichtkunst im Mauerpark bis hin zu einem reichen Theaterangebot bietet Pankow ein breites Spektrum kultureller Erlebnisse. Wir setzen uns für den Erhalt und den Ausbau der Kultur ein, indem die Verfahren zur Genehmigung von Veranstaltungen vereinfacht werden und die Sicherheitsauflagen für die Veranstalter bezahlbar bleiben.