Umwelt und Natur

Eine grüne, lebenswerte Stadt für alle

Berlin braucht endlich eine Umweltpolitik mit Vernunft, sozialem Blick und Herz für die Stadt. Unsere Stadt lebt durch ihre Bäume, ihre Parks, ihre Höfe, ihre Gärten. Aber: Neubauten versiegeln Flächen, alte Bäume verschwinden, Grünanlagen verkommen, während sich die Stadt im Sommer in eine Hitzeinsel verwandelt.

Wir sagen klar: Eine Stadt, die ihre Natur verliert, verliert auch ihre Lebensqualität. Umweltschutz muss allen zugutekommen: den Familien auf engem Raum, den älteren Menschen ohne Balkon, den Kindern, die im Sommer auf aufgeheizten Schulhöfen spielen müssen.

Wir wollen, dass Berlin seine grüne Seele behält.

Darum kümmern wir uns um folgende Schwerpunkte:

  • Wir setzen uns dafür ein, dass das Berliner Baumbegehren in Pankow fachkundig und ehrgeizig umgesetzt wird. Bäume sind unsere beste Klimaanlage. Sie senken die Hitze, reinigen die Luft, binden Feinstaub und spenden Geborgenheit.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass energetische Sanierungen nicht zur Mietervertreibung führen.
  • Wir brauchen verbindliche Begrünungspflichten für Neubauten: begrünte Dächer, Fassaden und parkähnliche Innenhöfe sollen zur Regel werden.
  • Wir setzen uns für eine grundlegende Bauwende ein: weg von Beton und Stahl, hin zu nach­wachsenden Rohstoffen wie Holz, Hanf, Stroh und Lehm sowie zu modularen Bauverfahren.
  • Das Schwammstadt-Prinzip muss in Pankow Leitlinie aller Planungen werden: Regenwasser soll möglichst nicht in die Kanalisation fließen, sondern vor Ort versickern, gespeichert oder zur Bewässerung genutzt werden.
  • Wir fordern einen sorgsamen Umgang mit bestehenden Grünflächen und Kleingärten bei der Planung von notwendigen Wohnungsbau-Projekten.
  • Wir wollen Blühwiesen, Streuobstbestände und ökologische Pflege statt kahler Flächenpflege.
  • Entsiegelung statt Versiegelung: Asphaltflächen müssen weichen, wo immer möglich; für Regen­wasserversickerung, Schatten und Leben.
  • Windkraftanlagen sollten nicht in Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebieten errichtet werden.
  • Wir wollen mehr Trinkwasserstellen im öffentlichen Raum.
  • Wir setzen uns für einen sauberen Bezirk ein.
  • Wir wollen Menschen in Beschäftigung bringen und gleichzeitig die Stadt sauber halten.

Arbeitslose, Jugendliche ohne Ausbildung oder Geflüchtete können über kommunale Beschäftigungs­programme an der Attraktivitätssteigerung des Bezirks mitarbeiten, im Straßen- und Grünflächenamt, im Ordnungsamt oder in Verbänden und Initiativen. Das schafft Ordnung und Würde zugleich: sinnvolle Arbeit, sichtbarer Nutzen, saubere Straßen. Sauberkeit ist auch soziale Verantwortung.

Grafik: Erwin Liedke
Quelle: Taurus: https://t1p.de/cyp14 Kosten pro Baum: https://de.wikipedia.org/wiki/Volksentscheid_Baum